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1. – 3. 08.2019


Unbekannte sind Arctic Sunrice im Magazin nicht mehr, wir hatten ja schon mehrmals über das charismatische Duo Torsten und Steve berichtet. Die beiden waren nicht untätig und im Oktober erschien das zweite Album. Mit der ersten Single-Auskopplung "Silent Tears" verneigen sich Arctic Sunrise gekonnt vor ihren musikalischen Helden der 80er Jahre, ohne dabei einfach nur retro zu klingen; vielmehr zitieren sie gekonnt ihre Vorbilder und entwickeln dabei ihre ganz eigene Handschrift weiter, wodurch sie ihrem Ruf als deutsche Synthpop-Hoffnung ein weiteres Mal gerecht werden.

 

 

BBU: Hallo Ihr beiden, ein weiteres Mal herzlich willkommen bei BadBlack-Unicorn. Wie geht es Euch?

Sehr gut, danke, sehr schön wieder mit Dir zu reden.

 


BBU: Steffen Müller hat Euch bei dem letzten Schliff der Scheibe unterstützt! Für alle, die den Mann nicht kennen, stellt ihn doch mal kurz vor. Was macht er genau für Euch?

Steve: Steffen ist ein alter Bekannter von mir, wir waren beide in den 90er Jahren „rave-mäßig“ unterwegs, danach hat Steffen sich auf den Bau von hochwertigem analogen Studioequipment konzentriert und sich ein vor einiger Zeit ein beeindruckendes Masteringstudio in Duisburg gebaut. In den letzten Jahren hat Er sich einen Ruf als Top Mastering-Engineer erarbeitet. Unter Mastering versteht man den letzten Feinschliff an bereits fertigen Titeln. Er hat es bei „When Traces End“ geschafft noch mal die Essenz der Songs hervorzuheben. Er hatte bereits einen tollen Job bei „ A Smarter Enemy“ gemacht, aber nun noch mal einen draufgelegt.

 


BBU: Was hat sich im Gegensatz zu der vorangegangenen Scheibe geändert? In wie weit habt Ihr Euch weiter entwickelt?

Torsten: Ich denke, dass wir reifer geworden sind, unseren Sound noch ein Stück weiter entwickelt haben. Wo wir bei der letzten Platte noch 120% in den Stücken gelassen haben, sind wir , glaube ich , jetzt noch mehr auf den Punkt gekommen, nicht so Wichtiges weggelassen. Dazu kommt, dass Steve noch ein paar neue Schätzchen in Sachen Synths dazu erworben hat, was unseren Contemporary Retro Sound noch weiter nach vorne getragen haben.

Steve: ich denke der Gesamtsound des Albums ist noch etwas stimmiger. Torstens Vocals haben sich weiterentwickelt und fügen sich noch mal besser in die Songs ein. Ich persönlich denke, ich konnte mich was Produktion angeht noch mal ein Stück weit weiter entwickeln.

 

 

BBU: Da Euer neuester Streich „When Traces End“ nun ja schon veröffentlicht ist, könnt Ihr mir ja mal ganz im Vertrauen verraten, welcher Song Euch am meisten emotional berührt.

Torsten: Nun, für mich wäre das 'Mine Forever', ein Stück über einen Frauenmörder. Mich schaudert es immer noch, wenn ich das Stück höre.

Steve: Mir geht es ähnlich wie Torsten, neben „Mine Forever“ fühle ich mich außerdem mit „Tell The Truth“ und „The End Of Things“ emotional sehr stark verbunden, nicht zuletzt durch Torsten Texte.

 

 

 

 


BBU: Gibt es Stücke, die es nicht auf das Album geschafft haben, aber überarbeitet, durchaus das Potential haben, es auf dem nächsten Album Platz zu finden?

Torsten: Nun, es ist ja erst ein gutes Jahr seit 'A Smarter Enemy' da war jetzt nicht so viel Zeit für Ausschuss , Aber mein Kollege hier hat den Kopf immer voll mit neuen Ideen, aber außer ein oder zwei Nummern ist da nichts mehr in der Schublade. Und ob die gut genug sind, vielleicht live aber sonst glaube ich eher nicht.

Steve: Wie Torsten richtig erwähnt gab es 1-2 Ideen die letztendlich einfach nicht gut genug waren. Ich denke daher landen die eher in der Schublade und werden durch bessere Songs für Album Nummer 3 ersetzt ;) Früher haben Bands für ein Album 25 Songs geschrieben und die besten 10-11 mit drauf gepackt, somit ist die Quote recht gut ;)

 

 


BBU: Welches der neuen Songs war für Euch am schwierigsten umzusetzen?

Steve: Für mich persönlich war es glaube ich „Let It Rain“, da hatten wir zahlreiche Versionen und ich hatte immer den Eindruck, dass der Song sein Potential nicht so recht entfaltet. Da habe ich irgendwann alles gelöscht und bei null angefangen, was rückblickend die richtige Entscheidung war. Beim Titelsong „Where Traces End“ war es auch ähnlich, da haben wir last Minute mäßig noch das backing und den Refrain geändert. Bei den meisten anderen Titeln war es jedoch recht spontan und unkompliziert.

 

 


BBU: Wird es eine Tour, bzw. Shows zum Album geben? Ist da was geplant?

Torsten: Live zu Performern ist natürlich immer toll, aber wir zwei sind terminlich recht eingebunden, da ist es schwierig gemeinsame Daten zu finden. Wir sind aber auf der Suche. Die Auftrittsmöglichkeiten sind ja leider auch nicht die, die sie mal waren.

Steve: Wie Torsten es schon erwähnt hat, sind die Möglichkeiten live zu spielen sehr eingeschränkt. Wir arbeiten trotzdem an diversen Gigs und hoffen das Album im nächsten Jahr auch auf die Bühne zu bringen. Das wäre ein toller Ausgleich zur Studioarbeit.

  

 

BBU: Nach dem erfolgreichen Start der neuen Scheibe, was ist der nächste Meilenstein, den Ihr anstrebt?

Torsten: Nummer 1 der Billboard Charts zu werden ( lacht )

Steve: Gig im Hammersmith Odeon ;)

 

 

 


BBU: Steve, wie detailverliebt bist Du? Und gehört das eher zu Deinen Schwächen oder Stärken?

Steve: wie man vielleicht hört bin ich extremst detailverliebt, das ist Segen und Fluch zugleich, da ich manchmal nächtelang an Sachen schraube die vielleicht niemanden jemals interessieren werden (sobald ich damit anfange geht Torsten schnell nach Hause). Allerdings geht es in erster Linie um seinen eigenen Anspruch und es macht natürlich auch immensen Spaß an Details zu feilen … also würde ich es mit „sowohl als auch“ beantworten ;)

 

 


BBU: Und nun noch eine letzte Frage. Eine Frage, der sich jeder bei uns stellen muss. Lasst mal Eure Fantasie schweifen. Stellt Euch vor, es gäbe ein Musikministerium, und Ihr seid dort auch vertreten, für welches Gesetz würdet Ihr Euch stark machen?

Torsten: Ich bin immer noch scharf auf eine Musiker Gewerkschaft. Es sollte Berufsmusikern leichter gemacht werden ihr Leben bestreiten zu können. Stichwort Amateure: es gibt zu viele, die nicht auf das Geld angewiesen sind und die Preise kaputt machen.

Steve: Für Musik sollte es keine Gesetze geben ...

 

 

BBU: Ich danke Euch herzlichst für das Interview. Das letzte Wort gehört natürlich Euch!

Arctic Sunrise: vielen Dank für das Interview und Euren Support. Wir waren sehr vom Erfolg des ersten Albums überrascht und hoffen, dass das zweite ähnlich gut ankommt! Wir bedanken uns sehr herzlich bei allen Unterstützern in der Szene und hoffen, wir sehen uns „on the road“ 2017 ;) Liebe Grüße Torsten & Steve

 

 

 

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