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Mit Anthrax / Eisbrecher / Cradle Of Filth und vielen mehr ...
1. – 3. 08.2019


Nach Ihrem 2012 erschienenen Album "News From The Colonies" setzten PLEXIPHONES einen Eckpfeiler für Ihre ganz persönliche, musikalische Orientierung. Und die gilt auch noch für die zweite CD "Electric". Und immer wieder spiegelt sich Ihre Vorliebe für die 80iger in den Songs, doch ohne irgendetwas zu kopieren, oder nach zu äffen. Nein, PLEXIPHONES haben um das Grundgerüst herum Ihren ganz eigenen Sound gebaut. Wir sprachen mit PLEXIPHONES-Bassist und Co-Producer Kurt Schmidt und Sänger Wolfgang Kemmerling.

 


BBU: Hallo Ihr Lieben, herzlich willkommen bei BadBlack-Unicorn. Wie geht es Euch?


Kurt: Gut, danke der Nachfrage!

 

 


BBU: Die 80iger sind ja schon euer Steckenpferd. Was genau fasziniert Euch so sehr daran?


Kurt: In den 80igern entwickelten sich sowohl die elektronische wie auch die alternative Gitarrenmusik parallel zu eigenständigen Zweigen der Musiklandschaft und verschmolzen teils immer mehr miteinander, ein gutes Beispiel hierfür sind Killing Joke ...

 

 


BBU: Was hat sich im Gegensatz zu der vorangegangenen Scheibe geändert? In wie weit habt Ihr Euch weiter entwickelt?


Kurt: Im Vergleich zu unserem Erstling hat sich die Produktionsweise sehr stark verändert. Während "News From The Colonies" fast live im Studio eingespielt wurde, gestaltete sich die Produktion des neuen Albums wesentlich komplexer. Durch die Zusammenarbeit mit Tom E Morrison und der Tatsache, dass er in London lebt und arbeitet, ergab sich zwangsläufig eine zweigeteilte Arbeitsweise. Die Basics wurden nach wie vor in Deutschland aufgenommen, während Vocal-Recording, ein Teil der Overdubs und Mix in England stattfanden.

 

 


BBU: Da Euer neuester Streich "Electric" nun ja schon veröffentlicht ist, könnt Ihr mir ja mal ganz im Vertrauen verraten, welcher Song Euch am meisten emotional berührt.


Kurt: Für mich ist es "Wave Me Goodbye".


Wolfgang: Für mich sind es „Slow Down“ und „Broken Man“, die mich gesanglich am meisten gefordert und bei den Recording-Sessions in London am meisten emotional aufgewühlt haben. Von daher packen sie mich am stärksten.

 

 


BBU: Produziert wurde das Album von dem in London wirkenden Produzenten und Sound-Engineer Tom E Morrison (Bonnie Tyler, Andrew Roachford, Underworld, Bliss) und von Dir Kurt. Wie kommt man den Kontakt nach England? Einfach anschreiben? Oder kennt Ihr Euch schon länger?


Kurt: Tom E Morrison und ich kennen uns durch unsere Zusammenarbeit am Twelve Drummers Drumming-Album "Heroic Feet", welches 1995 veröffentlicht wurde. Seither ist der Kontakt fortwährend bestehen geblieben.

 

 


BBU: 2012 erschien das Debutalbum der PLEXIPHONES, gab es vorher schon ein Musikerleben der einzelnen Member?


Kurt: Ich habe u.a. bei "Wallenstein", "Twelve Drummers Drumming", "SUN" und "Dead Guitars" mitgewirkt, bevor ich dem Ruf der "PLEXIPHONES“ gefolgt bin.

Wolfgang: Klar, haben alle 6 ihr musikalisches Vorleben und in ganz unterschiedlichen Bands und Projekten mitgewirkt. Bei mir war sicher „Fail Safe“ (1986 Phonogram/Mercury), die Band, die mich am meisten geprägt hat.

 

 


BBU: Ihr seid auch schon durch England getourt, was hat Euch dort besonders fasziniert?


Kurt: Die Offenheit und Begeisterung, mit der uns das englische Publikum als deutsche Band aufgenommen hat. Ich hatte es mir bedeutend schwieriger vorgestellt, die Leute dort mit unserer Musik zu überzeugen.


Wolfgang: Dass englische Bands auch nur mit Wasser kochen. Will sagen: Wir müssen uns bei Double oder Triple Bill Performances mit lokalen Bands auf der Bühne nicht verstecken, da wir sehr „tight“ sind. Die Rhythmusgruppe mit Bass, Drums, Perussion und Gitarre pulsiert fast wie ein Uhrwerk. Das Ganze strotzt nur so vor Energie. Das reißt die Leute einfach mit, denke ich. Egal, ob in England oder sonst wo auf der Welt.

 

 

 

 

 

 


BBU: Gibt es zur neuen Scheibe auch eine Tour, und wenn ja, wo führt Euch die hin?


Wolfgang: Wir spielen einige Shows in Deutschland im Herbst und Winter u.a. in Berlin (22.10. Ballhaus Spandau), Köln (10.11. Kantine „Yard Club“) und sicher auch wieder in England. Unsere ELECTRIC TOUR wird im Frühjahr 2017 fortgesetzt.

 

 

 


BBU: Und nun noch eine letzte Frage. Eine Frage, der sich jeder bei uns stellen muss. Lasst mal Eure Fantasie schweifen. Stellt Euch vor, es gäbe in Musikministerium, und Ihr seid dort auch vertreten, für welches Gesetz würdet Ihr Euch stark machen?


Kurt: Dass Musiker oder Künstler für die Darbietung Ihrer Kunst entlohnt werden. Der Spruch: "ihr könnt bei mir spielen, zahlen kann ich euch allerdings nicht...ist aber Werbung für euch" gehört verboten!!!


Wolfgang: Dem kann ich mich nur voll und ganz anschließen. Man kann sicher die Zeit nicht zurückdrehen, aber die Akzeptanz für das Produkt Musik und besonders für das Format Album muss wieder stärker werden. Ob das allerdings per Gesetz geht, wage ich zu bezweifeln.

 

 


BBU: Ich danke Euch herzlichst für das Interview. Das letzte Wort gehört natürlich Euch!


Wolfgang: Auf die Freude an guten Songs!

Kurt: Ein guter Song wird immer ein guter Song bleiben!

 

 

 

 

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