Das Fortleben - Live On -Stage"|
Am 21.10.2017 - Halloweenparty mit Konzert (Das Fortleben)
Festivals
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Mit 40 Bands, 5 Venues, Shows, Art, Workshops, Readings & Mystic Halloween Market
13. bis 14.10.2017

 


Datum: 02.05.08.2017
Ort: Wacken
Event: Open Air
Geschrieben und erlebt von Bibi
Fotografie: V-nerV & Bibi
Ausgabe September 2017

 

 

Wacken ist Gefühl, gute Laune, und jede Menge Spaß. Wacken muss man mindestens einmal im Leben miterlebt haben, um zu begreifen, was dieses ganz besondere Feeling ausmacht. Neben Bands, die man nicht eben mal überall sieht, wird hier der Zusammenhalt ganz großgeschrieben, und in einem sind sich alle einig, es ist egal, ob die Sonne scheint, oder wie aus Kübeln regnet, Wacken ist einfach geil! Scheiß auf das Wetter – wir sind hier, und nur das zählt.

 


Der Mittwoch:
Nachdem wir diesmal einen wirklich sehr geilen Platz für Auto und Zelt zugewiesen bekamen (nur wenige Meter vom Dixi entfernt), die Zelte standen und wir den ersten Becher Met inhaliert hatten, machten wir unseren obligatorischen Mittwochs-Ausflug ins Wacken-Dorf. Denn auch das Dorf hat so einiges zu bieten. Von der Dorf-Händler-Meile bis hin zu dem Wacken-Taxi gab es jede Menge zu sehen und zu bestaunen.

 

Immer wieder beliebt sind auch immer wieder die zahlreichen Hinterhof-Partys. Und an jeder Ecke gab es einen Stand zu futtern und kaufen hätte man ständig können. Besonders beliebt ist alle Jahre wieder der OBI-Stand, der alles hatte, was das Wacken-Herz begehrt: Jede Art von Campingsachen, die man vielleicht zu Hause vergessen hatte, oder die einfach nicht mehr ins Auto passten. Nicht zu vergessen unsere Freunde von Underground Fashion, die so unglaublich viel zu tun hatten, das nicht mal Zeit für ein gemeinsames Bierchen blieb.

 

Wer nicht ins Dorf wanderte, sah sich Teil I des Metal-Battle`s an und fand dort sicher die eine oder andere Band, die er für sich ganz neu entdeckte. Nach unserem Dorfrundgang ließen wir den Abend gemütlich am Zelt ausklingen und chillig starteten wir in die Nacht.

 

 

 

 

 

 

Der Donnerstag:

Chillen war gestern, heute sollte es musikalisch schon so richtig rundgehen. Und so öffnete am Donnerstag das Infield wie immer mit einer großen Eröffnungsfeier und dem alljährlichen Countdown. War bis zu dem Zeitpunkt noch alles trocken, änderte sich das schlagartig, denn der Himmel öffnete kurz vor dem offiziellen Start auf der großen Stage im Infield seine Schleusen und damit auch alle schön rundherum nass wurden, setzte noch ein heftiger Wind ein, der den Regen von oben in die Gummistiefel sog. Wie gut, das die Veranstalter in das für jeden Besucher kostenlose Metal-Bag auch einen Regenumhang gepackt hatten.

 

Doch schon zu Beginn vom jährlichen Opener „Skyline“ zeigte sich der Regengott gnädig, und hielt erst einmal inne. Schon in der kurzen Zeit hatten der Regen seinen Spuren auf dem heiligen Acker hinterlassen, und erste Schlamm-Einschläge wurden sichtbar, welcher mit einstimmigen „Wackööööööön“ gefeiert wurde.

 

Indessen hatten Skyline die Wacken-Bühne geentert. „Wisst Ihr, wo Ihr seid? Ihr seid in Wacken, Baby`s“ schmetterte der Frontman über das Land. Skyline rockten vom ersten Moment an und rissen sofort das Ruder an sich. Im Gegensatz zum Vorjahr, waren gefühlt auch schon viel mehr tapfere Metal-Heads im Infield zu sehen, und schmissen mit den obligatorischen Pommesgabeln nur so um sich. Und so zelebrierten Skyline einen fantastischen Wacken-Einstieg 2017. Die Männer rockten einfach!

 

 

 


Nach einem nochmaligen kurzen aber heftigen Regenschauer verwandelte sich der heilige Acker dann auch so langsam zur Schlammgrube, doch das störte niemanden, sondern wurde mich großen Jubel aufgenommen. Die darauffolgenden „Ross the Boss“ zogen noch einmal einen Schwung mehr Menschen vor die Harder-Bühne, und auch diese Band hat mich überzeugt. Die Band um den Ex-Manowar Klampfer präsentierte eine klasse Show, und überzeugte mit durchweg guten die Songs. Und das Gitarrenspiel von Ross begeistert nach wie vor mit gefühlvoller Härte. Zwar sind kreischende Frontmänner überhaupt nicht mein Ding, doch hier war alles so gut dosiert, dass es einfach geil klang. Mit dieser Meinung stand ich dann allerdings auch nicht alleine da, denn es wurde vom feinsten gerockt, und die Truppe wurde mit fetten Applaus für Ihre Show belohnt.

 

 

 

 

„Europe“ durften als nächstes Ihr Können unter Beweis stellen, und EUROPE bewiesen mit ihrer Show, dass sie auch nach über 30 Jahren immer noch eine Klasse Live-Band sind, die die breite Masse zu begeistern weiß. Sänger Joey Tempest zeigte sich von seiner Schokoladenseite, und die Menge im Infield fraß Ihm vom ersten Moment an aus der Hand. Ein weiteres Highlight von Europe ist definitiv Gitarrist John Norum. Seine Gitarrensoli`s bezaubern durch absolutes Können und jede Menge Gefühl, und dieses Komplettpaket hat nicht nur die eingeschworenen Europe-Fans verzaubert.


Auf eine großartige Band habe ich mich richtig fett gefreut. Status Quo fand ich als jugendliche schon unglaublich toll, doch erst jetzt sollte ich die das erste Mal live erleben. Und es war ein Erlebnis der Extraklasse! Schon bei den ersten Riffs entkam mir ein „Wow – wie geil“. Und selbst vom weiter hinten, wenn man auf die Leinwand sah, konnte man noch erkennen, was für einen Spaß diese Altherren-Mannschaft hatte, hier auf der Bühne zu stehen. Wenn man bedenkt, das sich die Band in den Sechzigern gegründet hat (da schwamm sogar ich noch in der Milchsuppe) dann gewinnt dieser spektakuläre Auftritt noch mehr an Bedeutung. Mit unglaublicher Spielfreude und alten Klassikern, sowie etwas neueren Sachen, rockten sie Wacken unglaublich fett und rissen alle mit. Selbst vor dem Infield wurde lautstark mitgesungen und im Takt gewippt. Im Infield selbst war der Teufel los, und die Männer wurden gefeiert und hochgejubelt! Kein Wunder bei so viel Emotionen, die auf der Bühne spürbar waren.

 

Nach Accept rockten dann noch Vollbeat die Bühne, die wir allerdings gepflegt von unserem Zeltplatz aus hörten und uns ein bisschen ärgerten, das wir nicht vor der Bühne standen, denn das was wir würden klang unsagbar geil. Doch so tranken wir ein Gläschen Met und genossen die Musik – und das hat auch etwas für sich.

 

 

 

 


Der Freitag:
Der neue Tag überraschte uns mit anhaltenden Regen, und einer ganz neuen Erfahrung! Da wir am Tag vorher – wie sonst üblich – die Fotopässe für die Bands, die wir gerne fotografieren wollten, bekamen, machten wir uns schon sehr früh auf den Weg, um den ersten Shuttlebus zu nehmen. Was für ein Gedrängel! Mein meinte, es gehe um Leben und Tod! Die zuerst in dem Bus – dank drängeln und schubsen – kamen, stellten sich direkt wieder vor die Türe, um sich als erster zu dem Presse-Schalter rennen zu können. Und selbst vor dem Schalter ging es nicht mit schubsen, drängeln und stechen ab. Als wir dann an der Reihe waren, bekamen wir natürlich nicht mehr alle Bands, die wir fotografieren wollten. Und das sollte sich tatsächlich als Glücksgriff erweisen.

 

Doch bevor es zu den „großen“ Bühnen ging, hatten wir unseren persönlichen „Pflicht-Termin“ um kurz vor 12 Uhr. Denn in der Headbanger Stage standen die High Fighter auf den Plan. Denn schon die aktuelle Scheibe der Herrschaften hatte unsere Redaktion fasziniert. Doch auf der Bühne war alles noch etwas anders. Frontfrau Mona Miluski sprang auf die Bühne und startete nach einem eindrucksvollen „Wackööööön“ erst einmal mit effektvollen Gegröhle. Das zierliche Persönchen entpuppte sich als wahre Rockröhre, doch Mona kann nicht nur fantastisch gröhlen, sondern hat eine unglaublich kraftvolle Singstimme, die natürlich auch zum Einsatz kam. So war es auch kein Wunder, das nach nur wenigen Sekunden schon die ersten Pommesgabeln durch die Lüfte flogen. „Es ist uns eine Riesengroße Freude, mit Euch den Freitag einläuten zu können.“ Und diese Freunde sah und hörte man spürbar! Und man stellte direkt ein paar neue Songs aus dem aktuellen Album vor, die unglaublich gut angenommen wurden. Ganz großes Kino, um diese Uhrzeit schon so viele Menschen vor die Bühne zu locken, und diese auch noch so zu begeistern, dass sie trotz mangelnden Schlafes schon so abrockten. Sehr geile Show mit einer absoluten Powerfrau am Mikrofon und einer fetten Band im Rücken.

 

 

 

 

Nun komme ich unserem Glücksgriff, und einer Band, die ich so überhaupt nicht mehr auf dem Schirm hatte. Ganz in but und mit einem Testbild-Anzug gekleidet, schmetterte Sänger Zak Tell erst einmal ein „Rock`n Roll“ über die Bühne, um dann sofort mit unglaublich schnellen Gesang fortzufahren. Gleich zu Anfang gab es einen Song aus dem allerersten Album der Band. „This is from 199FUCKUNG3“ wurde mit unglaublichen Begeisterungstürmen aufgenommen. Mit jubelnden Hey, Hey Rufen wurde die Truppe immer wieder vom Publikum angefeuert, und legten eine so fantastische Show hin, die vielen in dauerhafter Erinnerung bleiben wird. Mit gewohnter Stärke, und unglaublich viel spürbarer Freude zelebrierten die Herren aus Stockholm eine tolle Show, mit fetten Gitarren und Riffs, und einem Sänger, der nicht nur sein Handwerk versteht, sondern dieses auch wirklich lebt und liebt. Clawfinger - meine Persönlichen Helden des Freitages!

 

 

 

 

Auf Grave Digger musste man ein wenig warten, doch die kurze Wartezeit hat sich definitiv gelohnt, und die Show der versprach vom ersten Moment an etwas besonders zu werden. MARCUS KNIEP kam (wie gewohnt) als Sensenmann auf die Bühne und posierte einige Augenblicke lang erst mal vor den Fotografen und dem Publikum, bevor er dann in die Tasten des Keyboards haute, und die restliche Band ihm folgte. Man sieht es der Truppe zwar an, dass sie schon 35 Jahre im Musikgeschäft tätig sind, die Jahre haben schon Ihre Spuren hinterlassen, doch das tut Ihrer Agilität und Power keinen Abbruch, im Gegenteil, sie rockten so manchen Jungen Musiker noch was vor. Und noch bevor die Band einen Ton von sich gegeben hatte, erklang schon einstimmiges Jubelgeschrei aus dem Infield. Natürlich gab es auch hier ein gut gemischtes Set, doch die Klassiker wurden mit immer mehr Jubel und einem Meer aus Fäusten freudig entgegengenommen. Grave Digger bezogen das Publikum immer mehr ein, und heizten die ohnehin schon heiße Stimme mit Sätzen wie „Da geht aber noch was“ oder „Ich kaaaaannn Euch nicht hören“ noch mehr an. Die überaus fette Stimmung auf dem großen Platz war einfach grandios!

 

 

 


Die kurze Wartezeit zwischen Grave Digger und der folgenden Band Sonata Arctica nutzte der Regengott für einen heftigen Regenschauer, er meinte wohl, er wäre noch nicht genug Schlamm vorhanden. Doch pünktlich zum Countdown stahlen sich die ersten Sonnenstrahlen durch die noch düster wirkenden Wolken. Nach Clawfinger und Grave Digger erschien mir persönlich die Truppe aus Finnland fast ein wenig langweilig am Anfang, was aber wohl eher daran lag, dass man vor her nur Power und noch mal Power zu hören und sehen bekam. Nach einigen Momenten legte sich das dumpfe Gefühl aber schnell, und man konnte den gewohnt melodischen Power Metal – Sound umfangreich genießen. Sonata Arctica fackelte auch nicht lange, und schon bald sah man auch hier die ersten Pomesgabeln fliegen, die Menschen mitsingen, und feiern. Die Finnländer bezaubern eben auf Ihre eigene Art und Weise!

 

 

 

 

Mit Saltatio Mortis sollte es wieder lauter werden. Und heißer! Denn Alea sprang wie gewohnt halb nackt auf die Bühne und präsentierte stolz seinen Sixpack. Ein wunder das die Mädels nicht reihenweiße umfielen. Stattdessen wurde die Band schon mal Hochgejubelt und gefeiert. Mit „Früher war alles besser“ traf die Truppe auf der Bühne auch genau den Nerv der Anwesenden Meute, und das Infield verwandelte sich zu einem Mitmachzirkus. Die Musiker machen aber auch einfach Spaß auf der Bühne, und selbst wer nicht so konform mit der Musik und den Texten geht, hat genug damit zu tun, die fantastische Bühnenshow zu schauen. „Oh mein Gott, Leute, seid Ihr viele“ kommentierte Alea die Menschenmassen mit schelmischen Lächeln. Zu Ihren altbekannten Songs zauberten Samo eine klasse Show aus dem Hut, die man schon faszinierend nennen kann. Feuersalven, eine gut gelaunte Band und ein Crowd-Surfender Alea, der dabei noch sang haben für eine fette Party gesorgt, und gefühlt hat ganz Wacken zu „Wo sind die Clowns“ und weiteren musikalischen Highlights aus der Saltatio Mortis – Chronik mitgesungen. Das Feld hat gebebt, und die Truppe hat das Publikum richtig abgeholt!

 

 

Dagegen wirkte dann die musikalische Darbietung von Paradise Lost eher wie Chillout – Musik, und die bekannten Musiker konnten leider nicht an die grandiose Stimmung anknüpfen. Natürlich lag das zum einen Teil an der sanfteren Musk, aber eben auch an der fehlenden Bühnenpräsenz der Band. Denn auch der Bühnenauftritt wirkte eher öde und Langweilig. Zwar machten die ersten Reihen hier auch fleißig mit, aber das war es dann auch schon. Aber vielleicht sind Paradise Lost doch eher eine Band zum Lauschen als zum Abfeiern? Für mich persönlich war der Auftritt eher enttäuschend.

 

 

 


So schlenderten wir erst einmal durch die zahlreichen „Fressbuden“ und bei der Fülle war die Wahl wirklich schwer zu treffen, was man denn in seine Futterluke schieben wollte, doch irgendwann wurden wir fündig und der Abschluss des Tages bildete bei uns ein Besuch auf der Wackingerstage, die allerdings so restlos überfüllt war, dass wir beschlossen unsere Kräfte zu sparen und den Tg wie gewohnt mit einem Glas Met und guter Musik im Rücken vor unserem Zelt ausklingen ließen.

 

 


Der Samstag:

Der neue Morgen begann wie schon die letzten Tage mit dem Run auf die Fotopässe, allerdings bewiesen wir auch hier zu wenig Ellenbogen, und gingen bei Alice Cooper leer aus. Doch warum sich umso was prügeln, wo den ganzen Tag geile Bands spielten? Und so trat unser Notfall-Plan in Kraft und wir entschieden uns für eine andere Klasse Band. Doch bevor es zu den Faster – Harder – Louder Stages ging, starteten wir einen weiteren Versuch, und vom Wacken-Merch-Stand etwas zu holen. Das erwies sich selbst zu dieser frühen Stunde als mehr als schwierig – die Ansteh-Reihe war schon wieder ellenlang.


Und dann kam sie – unsere erste Wunschband! Beyond the Black wurden mit einem Elan empfangen, den ich dem Wacken-Volk um diese Uhrzeit noch gar nicht zugetraut hätte. Auch hier gab es erst mal ein Instrumental-Intro bevor die hübsche Sängerin Jennifer Haben die Bühne betrat und mit ihrem unglaublichen Charme und der nicht weniger unglaublichen Stimme das Publikum so derbe um den Finger wickelte. Sehr abgefahren fand ich das Duett, das von der melodischen Stimme von Jennifer und der männlichen gröhlenden Stimme dominiert wurde. Bereits zum vierten Mal durfte die Band Wacken mit Ihrem fantastischen Sound bereichern. Das „Habt Ihr Bock?“ wurde begeistert vom Publikum bejaht, und das Infield war schon mehr als gut gefüllt, und es war gerade mal Mittagszeit. „Wahnsinn, es ist wunderschön, wieder hier zu sein.“ kommentierte Jennifer das Spektakel vor sich. Beyond the Black haben es geschafft, alle von Anfang an mitzureisen, und haben auf der ganzen Linie gepunktet, und ich wette, dass sich die Truppe mit Ihren Wacken-Auftritt noch viele weitere Fans erspielt hat. Mich persönlich können sie jedenfalls ab sofort dazu zählen. Etwas Besonderes hatte die Band kurz vor Ende Ihrer Show noch zu bieten. „Den nächsten Song spielen wir jedes Jahr. Diesen Song ist für Lemmy geschrieben, und er ist uns sehr wichtig.“ Und mit Love Me Forever folgte eine wunderbare Ballade, die unglaublich tief ging und ein perfekter Abschluss eines klasse Konzertes.

 

 

 

 

 

 

Metalische Party-Polga-Musik in Wacken – geht das überhaupt? Aber sicher doch, vor allem wenn man eine Band wie Russkaja auf die Bühne stellt. Das zeigte sich nicht nur an der Fülle Menschen, die wie auf Kommando alle zur Louder-Stage pilgerten, sondern auch an der Stimmung. Und wenn Russkaja eines können, dann ist es Stimmung machen! Die Wackeraner sind auch wirklich ein dankbares Völkchen, und sobald eine Band es versteht, die Leute mit einzubeziehen, wird freudig mitgemacht. „Waaaacköööööön“ es ist Wahnsinn, Euch hier zu sehen!“ Und Russkaja hatten das Wacken-Volk mit Ihrer Turbo-Polga so fest im Griff, das es einfach nur eine Freude war, zuzusehen, wie die Menschen vor der Bühne zusammen mit der Band abgingen, und einfach nur eine große Schlammparty feierten. Mit Pauken und Trompeten sorgten die Wiener Party-Stimmung pur gesorgt hatte. „Wackööön!!!“ schrie Georgij Makazaria in die Menge, und die zeigte sich schlichtweg begeistert. Der große Platz wurde zur Party-Rock-Zone umfunktioniert. Der Russkaja – Höllensturm schlug wie eine Bombe ein.

 

 

 

Nach Russkaja stand für uns ein weiterer persönlicher Pflicht-Termin auf dem Plan! SUB DUB MICROMACHINE fanden wir letztes Jahr so bombastisch, das wir die Männer auf jeden Fall noch einmal hören wollten. SUB DUB MICROMACHINE überzeugten nicht nur durch Ihre abgefahrenen Klamotten, sondern vor allem musikalisch. Mit ordentlichen Tempo, stampfenden Beats und einer sowas von gut gelaunten Band auf der Bühne, war es kein Wunder das der Platz vor der Wastland-Stage bebte. Kraftvoll und mit fetten Druck auf den tiefen Gitarren setzte die Band ein Zeichen! Das Zeichen von verdammt geiler Musik- gepaart mit jeder Menge sympathischer Musiker, die es verstanden, das Publikum in null komma nichts um den Finger zu wickeln. Und das Publikum ging mit der Truppe vollkommen konform. Ein weiteres Zeichen setzten dann die neuen und alten Fans, denn SDMM kamen nach dem Auftritt an den Merch-Stand und jeder wollte scheinbar ein Autogramm oder ein Foto mit Ihrer Band! Klasse Show und Klasse Menschen, diese Sub Dub`s.

 

 

 

 

 


Nach unserem Besuch auf der Wastland-Stage ging es für uns mit Powerwolf weiter. Für die Truppe hatten wir uns entschieden, weil sie nicht nur klasse Musik machen, sondern immer eine verdammt gute Bühnenshow abliefern. Und nicht nur wir sahen das so, sondern auch ein Großteil des Wacken-Volkes. Und unser Fotograf musste sich ganz schön durchkämpfen um zum Fotograben zu kommen, und das lag nicht nur an dem immensen Schlamm, der sich mittlerweile gebildet hatte, sondern scheinbar jeder wollte Powerwolf sehen, und so war das Infield richtig voll.


Schon vor dem Eintreffen der Band auf der Bühne gab es Vorschusslorbeeren in Form von nicht enden wollenden Beifallsstürmen, und bei den ersten Takten ertrinkt das Wacken-Feld fast in einem Händemeer. Es war sehr beeindruckend, wie das komplette Infield zu der Musik von Powerwolf abfeiert. „Einen wunderschönen guten Abend, geht es Euch gut?“ eröffnete Sänger Attila Dorn das Spektakel. „Willkommen auf der einzigartigen Metalmesse in Europa. Wollt Ihr unsere Army sein, aber immer schön friedlich bleiben, Freunde.“ Pommesgabeln, soweit das Auge reichte, waren die Antwort. Und Powerwolf gaben richtig Gas, und zauberten eine Show hin, die mehr als grandios war. Selbst unser Fotograf, der nicht so auf die Musik der Truppe abfährt, konnte seine Augen nicht von der Bühne wenden und war einfach fasziniert, was er da sah. Aber Attila hat auch ein besonderes Händchen für seine Fans, und dies stellte er in Wacken gekonnt unter Beweis. Ein weiterer Blickfang war das Bühnenbild und die auffällig geschminkten Musiker, denn das ganze verschmolz zu einer Einheit und sah einfach nur sehr geil aus. Frontman Atilla bezog zu bekannten Songs das Publikum immer wieder in die Show mit ein, und die Menschen waren wie Butter in seiner Hand. Man kann mit Fug und Recht Eine der besten Shows dieses Wochenendes!

 

 

 

 

 

 

Unsere letzte Band war Alice Cooper, und in diesen Auftritt hatte ich so viele Erwartungen gesetzt. Wer allerding vorher noch einmal die Örtlichkeiten im Infield aufsuchen wollte, der hatte Pech, den die waren in der Pause dann so überfüllt, dass man den Beginn der Alice-Cooper-Show von der Schlange aus sehen musste. Eines muss man dem Herrn Cooper lassen, seine Bühnenshow ist mehr als grandios, die sollte man tatsächlich einmal im Leben gesehen haben. Dafür das er ja auch nicht mehr der Jüngste ist, hat er noch einen immensen Elan, und sprang gekonnt über die Bühne. Mit seinen vielen verschiedenen Outfits hat er auch sicher einen Rekord gebrochen, denn ich kann mich nicht erinnern, schon einmal ein solches Verwandlungsmonster gesehen zu haben. Negativ fiel auf, das Alice Copper einfach nur sein Ding durchzog und kein einzigen Mal das Wort an das Publikum richtete. Das spiegelte sich auch in der Mitmach-Stimmung wieder, zwar waren die vorderen Reihen noch fleißig dabei, doch das war es dann auch schon, der Rest begnügte sich damit einfach zuzuhören. Erst am Ende seiner Show hörte man das erste Mal ein „Thank You“

 


Das war unser Wacken 2017 – doch halt! Es gibt doch noch einige Sachen, die erwähnt werden sollten. Danke an alle Wacken-Besucher, Ihr seid alle klasse, da gab es kein Gemecker, und kein Gerangel, sondern nur ein Miteinander, egal ob die Sonne schien, oder Regen fiel. Die Wacken-Initiatoren hatten wieder einmal ganze Arbeit geleistet, und ich persönlich habe rein gar nichts zu meckern. Einzig und allein, könnte man 2018 vielleicht ein paar mehr Toiletten ins Infield setzen, damit die Wartezeiten nicht so immens lang sind. Die Security war durch die Bank unglaublich nett und hilfsbereit und hat sich in diesen Tagen von seiner besten Seite gezeigt! Danke an Euch alle für ein unglaubliches W:O:A 2017.

 

 

See You 2018 – Rain or Shine

 

 

 

 

 

Impressionen:

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Alle Fotos findet Ihr in unserer Galerie

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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