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LUKE GASSER ist zurück. Keine 13 Monate nach seinem vielbeachteten Album „Flicker“ erschien am 6. November 2015 das dritte Studioalbum des Musikers. 

 

BBU: Hallo Luke, vielen lieben dank, das du Dir die Zeit nimmst, uns einige Fragen zu beantworten. 

Luke Gasser: The pleasure is all mine!

 

 

BBU: Der Klassikers „Baby Please Don´t Go“, der einzige Cover-Song des Albums. Warum gerade dieser? Hat das einen besonderen Hintergrund? 

Luke Gasser: Das hat sich einfach so ergeben. Wobei ich den Song wirklch immer mochte, vor allem in der AC/DC-Version von 1974. Die ursprüngliche Version von Big Boy Williams aus den 30erjahren ist ja etwas völlig anders, weshalb wir eine eigene Version gemacht haben, die herzlich wenig mit den bekannten Interpretationen (Van Morrison, Tom Petty, AC/DC) zu tun hat. Während das Original in einer Laid Back-Performance daherkommt (und Bob Dylan hat dies seinerzeit auch so interpretiert), habe ich mich beim Arrangement an den Text gehalten; und der erzählt von braschialer Verzweiflung…  

 

 

BBU: „Rock´n´Roll Welfare“. Das Werk entstand im direkten Anschluss an eine ausgedehnte Tour als Special Guest von Rock-Legende DORO … hat Dich die Tour zusätzlich inspiriert? 

Luke Gasser: Naja, wir waren innerhalb der Band nach der Tour einfach verdammt gut eingespielt, weswegen ich dieses Live-Studio mit ins Studio nahm. Vieles auf „Rock’n’Roll Welfare“ wurde denn auch tatsächlich live eingespielt und höchstens noch mit einigen Overdubs ergänzt.

 

 

BBU: Für mich persönlich ist Be Careful ein absolutes Highlight auf der Scheibe, ich kann die Emotionen mit jeder Faser spüren.  Gibt es einen Song, der Dir besonders am Herzen liegt? 

Luke Gasser: Das fehlt mir schwer und wenn ich einen Song weglassen müsste, wüsste ich echt nicht welchen. Nun, „Sweet St. Veronica“ und „A Jester For A Fool“ mag ich wegen des Texte, „Rock’n’Roll Welfare“ und „Jane Again“ wegen der prägnanten Riffs und „Summer’s Eve“ versprüht nach dem brachialen „Can’t Believe“ eine wirklich poetische, fast mystische Stimmung…

 

 

BBU: Du sagst selbst: „Wenn man weiß, was man will, und wie die eigenen Stücke klingen sollen, dann muss man die Songs im Studio hinterher nicht noch drei Wochen lang abmischen“. Kannst du das auf alle Deine Songs anwenden, oder gibt es auch schon mal ein Stück, wo du doch mal mehr Zeit als anfänglich gedacht investierst? 

Luke Gasser: Im Nachhinein weiss ich das gar nicht mehr so genau. Ich kann mich auf jeden Fall nicht erinnern, dass wir an einem der Songs geknorzt hätten. Im Allgemeinen gilt: Wenn’s Probleme macht, dann stimmt was nicht. (Ausnahmen vorbehalten (lacht).

 

 

BBU: Gibt es unveröffentlichtes, älteres Material, das es zwar noch auf keine CD geschafft hat, aber evtl. das Potential hat, in näherer Zukunft noch einmal überarbeitet zu werden um dann seiner Bestimmung zugeführt zu werden?  

Luke Gasser: Ja, das gibt es durchaus, auch, weil ich ein Vielschreiber bin. Die Auswahl der Songs, die auf ein Album kommen, entspringt ja oft auch der aktuellen Stimmungslage. So habe ich „Summer’s Eve“ während der Aufnahmen geschrieben und im letzten Moment auf das Album genommen; nicht, weil der andere Song schlechter gewesen wäre; aber „Eve“ hat am Schluss des Albums einfach besser gepasst.

 

 

 

 

 

 

 

BBU: Die Texte auf .“ „Rock´n´Roll Welfare“ spiegeln die persönlichen Begegnungen der Band auf Tour wieder. Welches Erlebnis hat Dich nachhaltig am meisten beeindruckt? 

Luke Gasser: Inzwischen haben wir ja bereits mit Nazareth wieder eine Europa-Tour hinter uns und die Erlebnisse fangen an, sich zu vermischen. Ich mag es sehr, unterwegs zu sein, für Menschen zu spielen und verschiedene Leute zu treffen. Das Tourleben hat eine eigene Poesie, aber es ist auch ziemlich hart und zehrt an den Kräften, zumindest nach zwei drei Wochen. Man muss dafür gemacht sein (lacht).

 

BBU: Ich danke Dir herzlich für das Interview, was möchtest Du unseren Lesern, und Deinen Fans noch mit auf den Weg geben?  

Luke Gasser: Alle konsumieren wie blöd Musik, aber keiner will mehr dafür bezahlen. Wenn Ihr die Musik und die Künstler respektiert, dann hört auf, zu stramen und downzuloaden. Mit Spotify und solchem Mist verdienen wir Musiker und Songschreiber fast nichts mehr. Vertraut den Künstler: Also kauft wieder CDs und nicht bloss einzelne Songs. No disc, no fun!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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