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1. – 3. 08.2019


 

Mit René Mußbach von Analogue-X.
Redakteur: Roman Golub

 

 

 

In einem Interview hat René von Analogue-X Fragen zum neuesten Album „Imaginary“ und anderen interessanten Dingen beantwortet.

 

 

 

 

Wie kam es zur Gründung von Analogue-X?

René: Da ich ja schon seit längerer Zeit mit einem Produzenten zusammen arbeite und Coverversionen unter dem Namen New Life Generation im modernen Stil mit ihm und internationalen Remixern produziere, habe ich nach Remixern gesucht und sie angeschrieben. ALexis Voice antwortete mir auch sofort und hat dann einige Coverversionen mit mir produziert, die uns sehr gut gefallen, also sprach ich ihn an auf ein eigenes Projekt, worauf er sofort begeistert Ja sagte, da er so etwas schon längere Zeit geplant hatte und nur auf den richtigen Gesang wartete. Kurz darauf kam auch schon das Bandlogo von Analogue-X und die Band war somit namentlich geboren. vor allem durch meine schon bestehenden Songs die eigentlich für mein Soloprojekt Depechen gedacht waren, hatten wir genug Material und es ging gut voran. ALexis Voice setzte meine Ideen etwas moderner um und ich war begeistert. Es hat wirklich alles super zusammengepasst. Also sang ich erst einmal meine Texte auf sein Instrumental und so wurden aus diesen Ideen unsere Songs und auch die weiteren Alben und durch meine Frau Susan, wurden die Songs so richtig Klasse, weil es nur mit meiner Stimme wohl zu monoton geworden wäre. Susan hat die Songs also erst perfektioniert.

 

 

 


Welche Bedeutung hat euer Bandname?

René: Das kann ich gar nicht genau sagen, weil der eigentlich von ALexis Voice ins Leben gerufen wurde. Aber vieleicht bedeutet er das wir aus den möglichen digitalen Mitteln, das beste rausholen wie ein analoger Gitarrist oder Pianist, denn unsere Musik ist Electropop und kommt nun mal aus der Steckdose. Neulich hatten wir gerade einen Bericht über uns gelesen, worin stand, dass wir eigentlich Digital-X heißen müssten, aber wir heißen nun mal Analogue-X. Ja, so ist das.

 

 

 


In welcher Stimmung oder in welchen Situationen mußt du sein, um Texte für Songs schreiben zu können?

René: Die Stimmung um einen Text zu schreiben ist gar nicht mal das wichtigste für mich, sondern der Einfluss, den die Musik eines Instrumentals auf mich überträgt, natürlich auch die erlebten Situationen, die ich dann in den Songs wiederspiegeln lasse, wie Traumwelten oder auch Wunschwelten, Erinnerungen an die alten Zeiten und die Geschehnisse der heutigen Zeit, aber auch verborgene Realitäten oder den ewigen Kampf zwischen Mensch, Maschine und der Natur. Die Themen sind verschieden, von der Realität bis hin zur Fantasie, aber genau das ist doch der Punkt, weil wir alle einfach nur noch funktionieren aber dadurch auch zu träumen verlernt haben und uns nur auf materielle Dinge konzentrieren wie Geld, Haus, Auto usw. Aber das ist unser Lebenslauf.

 

 

 

 

 

 

 

 


Wieviel Imagination steckt in eurem Album „Imaginary“? Welchen persönlichen Bezug habt ihr zu den Themen des Albums, wie Imagination, Darkness und Engel? Ansatzweise geht es auch um das Motiv Liebe.


René: Das ist eine sehr gute Frage, aber wenn man unser Cover von Imaginary genau betrachtet, sieht man dort einen großen Schornstein aber sehr wenig Natur, das war auch so gedacht, denn der Mensch hat sich ja in den Lebensraum der Natur gedrängt und macht es leider auch immer mehr. In den Songs werden Themen bearbeitet wie Trauer, Fantasie, Erinnerungen aber auch wie bei Angel of Light eine Trennung weil man sich auseinander gelebt hat oder Facade, man sollte nicht immer alles glauben was man sieht, sondern manchmal auch einmal etwas genauer betrachten und hinter die Fassade blicken, denn dort ergibt sich vieleicht auf einmal ein ganz anderes Bild, als das was man zuvor gesehen hat. Das gilt auch für Menschen, die vorgeben Freunde zu sein und hinter deinem Rücken gegen dich Intrigen schmieden. Traurig aber leider grausame Realität.

 

 

 


Steht hinter „Imaginary“ ein Konzept oder waren das alles Themen auf dem Album, die euch besonders beschäftigten?


René: Selbstverständlich haben wir uns etwas dabei gedacht als wir das Album produzierten, ob es um ein Konzept geht, ist schnell beantwortet. Wie ich ja schon sagte drängen wir Menschen uns immer weiter in den Lebensraum der Tiere und eben auch in den der gesamten Natur. Wir brauchen aber die Natur zum Überleben, aber wundern uns, dass die Flüsse die wir begradigt haben, dann auf einmal ein Hochwasser verursachen, denn die Natur schlägt zurück oder die Insekten, die wir jahrelang mit Pestiziden bekämpft haben, so dass die Bienen vielleicht vom aussterben bedroht sind. Tiere aus anderen Ländern bei uns heimisch werden wie der Waschbär oder jetzt sogar der Wolf. Ja ich könnte hier immer weiter machen. Aber auch die digitale Welt, ohne diese Dinge geht es scheinbar gar nicht mehr, wenn ich auf der Straße eine Mutter mit ihrem Kleinkind sehe die sich nur auf ihr Handy konzentriert, ohne auf ihr Kind zu achten und das Kind allein los läuft und die Mutter es nicht einmal bemerkt, dass ihr Kind weg ist, sowas macht mich traurig. Das war jetzt nicht in unseren Texten verankert, aber es musste einfach mal raus und angesprochen werden.

 

 

 


Wie seid ihr dazu gekommen euren aktuellen Longplayer „Imaginary“ zu nennen? Liegt es am Song „Imaginary world“ oder steckt da mehr dahinter, denn die Themen Vorstellung bzw. Imagination haben einen breiten Platz im Album. Was steckt da dahinter?


Renè: Wie ich schon sagte unser Cover zeigt das Thema ganz genau und viele Songs spiegeln ja auch genau das wieder, was ich damit meine. Es klingt schon fast verrückt, aber es geht nun einmal um zwischenmenschliche Beziehungen und Gefühle aber eben auch um Fantasie, als würde man durch einen Spiegel gehen und in einem Paralleluniversum wieder herauskommen, um dort die Gelegenheit zu haben, noch einmal alles besser zu machen und entstandene Fehler gar nicht erst zu begehen. Aber das ist eben nur Fantasie und Science-Fiction, jedoch mit solchen Themen befasse ich mich sehr gern und auch die Filme aus diesem Genre inspirieren mich sehr. Es steckt teilweise eine gewisse Wahrheit in einigen dieser Filme aber natürlich auch sehr viel Utopie, was mich aber nicht weiter stört, im Gegenteil.

 

 

 


Wie fügt ihr Text und Musik zusammen?

René: ALexis Voice produziert die Ideen der musikalischen Instrumentals in Ungarn und schickt sie mir. Dann höre ich sie mir an und überarbeite sie mit seinem Einverständnis danach sende ich ihm diese überarbeiteten Instrumentals zurück und es wird darüber abgestimmt, manchmal geht es tagelang so über Facebook, aber das Resultat das am Ende herauskommt, hat uns drei jedes Mal wieder begeistert. Dann kommt der Gesang dazu, ich denke mir eine Melodie aus die darauf passen könnte und singe sie mit einem Text ein, um eine Gesangsmelodie zu finden. Jetzt stimme ich es mit ALexis Voice und Susan ab und erst jetzt schreibe ich den Text, dann geht alles ganz schnell, der Song wird eingesungen und danach setze ich fest, wo ein eventueller Background eingesetzt werden kann und dann wird das ganze wieder zu ALexis Voice geschickt, damit ist das Ergebnis perfekt und der Song ist soweit fertig, später wird dann das ganze Album noch einmal komplett gemastert von uns oder von einem anderen Spezialisten, wie jetzt bei Imaginary das von Faltenhall und Callandor gemastert wurde, worüber wir sehr glücklich sind.

 

 

 

 

 

 

 

 


Wie lange habt ihr an eurem aktuellen Longplayer gearbeitet?

René: Sehr lange haben wir daran gearbeitet, was auch notwendig und auch sehr klug war. Denn bei Course of Life ging es alles sehr schnell wie vom Fließband, weil wir so viel Energie hatten und diese einfach umsetzen wollten und trotzdem ist es sehr gut geworden. Allerdings bei Imaginary sind wir es langsam angegangen und haben neben bei auch andere Projekte abgewickelt, jedoch haben wir immer ein Auge auf Imaginary gehabt und es so oft wie es uns möglich war bearbeitet. Es war wirklich ein entspanntes Arbeiten, aber immer mit dem Ziel, es besser zu machen als das erste Course of Life. 2017 erschien Course of Life und durch die Kooperation von meinem Label RMP Records und Echozone, taten sich auch viele Möglichkeiten auf um Singles und Remixe auf den Markt zu bringen, das war und ist fantastisch und wir waren wirklich begeistert, wie viele namenhafte Remixer für uns gearbeitet haben und wie viele Fans unsere Musik für gut befunden haben und unsere CDs kauften und es auch weiterhin tun.

 

 

 


Die Musik zum Song „Imaginary world“ hat Orpheus Wagner geschrieben. Wer ist das genau?

René: Sein eigentlicher Künstlername ist Clarke Gahan und er ist ein Mitglied unserer Depeche Mode Cover Band Personal Jesus, da er sich nun aber musikalisch etwas anders orientiert hat, nennt er sich jetzt Orpheus Wagner.

 

 

 


Wie ist das Video zu „Angel of Light“ entstanden? Wer hatte die Ideen zur Umsetzung?


René: Das Video ist genau wie Rising in the Dark und Never Alone nach Anweisung von ALexis Voice entstanden. Er hat schon immer seine Vorstellungen aufgelistet und mir dann ein Skript geschickt, wonach wir dann detailgenau gearbeitet haben, natürlich ergeben sich im nach hinein immer irgendwelche zufällige aber gute Szenen, so dass diese dann eingesetzt werden anstelle der eigentlich geplanten Szenen, das ist ganz normal. Auch hier wird das Material hin und her geschickt, bis das endgültige Ergebnis feststeht und jeder zufrieden ist. Bei uns funktioniert es einfach, weil wir auf die Wünsche und Ideen des anderen eingehen und es dann in die Tat umsetzen und natürlich, weil wir gute Freunde trotz der weiten Entfernung sind.

 

 

 


Was ist aus eurer Sicht der Unterschied von „Course of life“ zu Imaginary?

René: Dass wir mit Imaginary gezeigt haben, dass eine Band sich auch tatsächlich weiterentwickeln kann und nicht im alten Trott so weiter macht. Das wär uns aber auch zu langweilig, denn man sieht und hört es ja immer wieder bei prominenten Bands, wenn ein Song ein Hit wurde oder Erfolg hatte, dann klingt der nächste fast gleich und sowas wollen wir vermeiden, weil es dann einfach nur wieder Fließband Arbeit wäre und daraus haben wir gelernt, zu schnell agieren ist nicht immer gut, aber wir lieben auch unser Album Course of Life und Course of Life - The Remixes sowie auch alle anderen Singleauskopplungen.

 

 

 


Plant ihr eine Tournee? Kann man euch auch live erleben?

René: Live wird man uns bestimmt irgendwann erleben können, aber bis jetzt haben wir es immer als Zugabe gespielt, wenn wir mit unser Depeche Mode Cover Band Personal Jesus auf Stadtfesten aufgetreten sind, wie auch in diesem Jahr im August in Bützow, worauf wir uns schon sehr freuen. Eine Tour ist nicht möglich, da wir alle in einem Arbeitsverhältnis stehen, bei mir ist es sogar so dass ich selbstständiger Musiker bin und nebenbei als Alltagshelfer arbeite. dann haben wir auch noch Kinder die zur Schule müssen, aber Auftritte machen wir weiterhin sehr gern, wenn wir die Möglichkeit dazu bekommen, da wir keinen Manager haben und uns selbst an die Veranstalter wenden müssen, was nicht leicht ist als unbekannte Band, deshalb spielen wir als Zugabe oder eventuell gern auch als Vorband oder Support.

 

 

 


Wollt ihr zum Schluß noch etwas sagen?

René: Ja sehr gerne, wir bedanken uns in erster Linie bei dir Roman und bei deinem Online Magazin BadBlackUnicorn für die fantastische Möglichkeit hier ein Interview zu geben und wir hoffen das es allen gefallen hat. Wir würden uns auch sehr darüber freuen, wenn ihr unsere CDs weiterhin kauft um uns zu unterstützen für ein weiteres Album. Aber auch unserem Verlag Calyra und Kooperationspartner Echozone wollen wir danken für die fantastische und vor allem ehrliche Zusammenarbeit, vielen Dank an Ulf Müller und sein Team auch nicht zu vergessen alle Online Radiosendungen die uns tagtäglich die Chance geben gehört zu werden, diese jetzt hier aufzuzählen würde den Rahmen sprengen und an alle Fans und Remixer, die uns immer wieder tatkräftig zur Seite stehen und unsere Musik kaufen. Vielen lieben Dank an euch alle da draußen, sagt euch Analogue-X.

 

 

 

 

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