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1. – 3. 08.2019


Artist: Dirty Sound Magnet
VÖ: 18.10.2019
Genre: Psychedelic Rock
Label: Hummus Records
Geschrieben von Roman Golub
Ausgabe Februar 2020

 

 

 


Am 18.10.2019 erschien über Hummus Records das Album „Transgenic“ der Schweizer Band Dirty Sound Magnet. Es ist ziemlich rockig, gewaltig und vor allem ein gutes Stück Psychedelic- Rock. Der Track „USA LSD BNB HIV“ knüpft stark an dieses Genre mit betonten weichen Vocals an. Was Dirty Sound Magnet mit diesem Lied ausdrücken wollen ist auf jeden Fall stark interpretationsbedürftig. Was aber darüber schwebt ist mindestens ein Hauch von Freiheit.

 


Das Album ist gespickt mit Soundeffekten. Treibende Gitarren sorgen für den gewissen Flair. Die Vocals sind stark emotional ausgerichtet und verleihen dem Ganzen einen wunderbaren Glanz. Drums und Bass tragen das ihrige dazu bei „Transgenic“ zu einem klasse Album zu machen.

 


Der Opener „Organic Sacrifice“ scheint den möglichen Zerfall der Gesellschaft anzuprangern. „Some day, there won't be no cities no more/ People will be staying put“ „Rigid Soul“ beschreibt den Zustand eines ausgelaugten Seelenlebens, knüpft inhaltlich an die anderen kritischen Songs des Albums an und ist in einer gewissen Art und Weise episch. „99 dreams went by, sadly/ Fiction and delight would hide your cries“ Es mag auch den Opferstatus aufzeichnen, den die jetzige Zeit mit sich bringt. Jedenfalls seien dieses wohl auch emotionale Missstände. „Faking your emotions/ Avoiding awkward words/ Now you know strings don't lie“ „Skull Drawing Rose“ hat sich das Liebes-Thema zu eigen gemacht, aber eher auf eine makabre Art und zeigt sich von einer ergreifenden Seite. „How not to fall in the trap of love/ You're a distant dream/ My metaphor of pain“

 


„Transgenic“ ist gesellschaftskritisch und stellt den Umgang mit den sozialen Medien an den Pranger. So heißt es In „Social Media Girl“ „She wants you all to know about her/ Please approve the pictures on her wall“ „Social Media Boy“ ist ähnlich gestrickt. „You don't know what you're doing/ You don't know why you' re posting“ „Hashtag love“ zeichnet ein pointiertes Bild auf, wie die Liebe im Zeitalter der sozialen Medien auf der Bildfläche erscheint. „And she falls in love with Social Media Boy/ She falls in love and scrolls down, down his wall“

 


Stilistisch scheint der Longplayer an ältere Zeiten des Rocks anzuknüpfen, schafft es jedoch auch eine eigene Note zu setzen und damit modern zu sein. Vielleicht lassen sich auch die inhaltlichen Akzente von „Transgenic“ damit in einen Kontext setzen, der die Moderne anklagt bzw. Kritik äußert. Was ich damit sagen möchte ist, dass man auf den Gedanken kommen könnte, früher sei alles besser gewesen. Obwohl ich bemerken muss, dass es explizit so auf dem Album nicht gesagt wird. Diese subjektive Interptretation liegt aber ziemlich nahe.

 


„Transgenic“ ist ein hervorragendes Werk, das aber auch ein wenig lethargisch wirkt. Diese Wirkung passt aber auch zu dem Album. Auf jeden Fall ist es nicht negativ gemeint. Dieser Anstrich zieht sich durch den gesamten Longplayer durch. Anders formuliert: Die eigene Dynamik von „Transgenic“ schafft es den Hörer in seinen Bann zu ziehen. Etwas faszinierendes hat es auf jeden Fall. Wenn man sich das Cover von „Transgenic“ betrachtet, könnte man auf den Gedanken kommen, dass die damalige Gesellschaft in den Ist-Zusatand der heutigen Zeit gut überführt wurde. Es hat auf jeden Fall einen positiven Antlitz.

 

 

 

 

 

 


Tracklist:

01 Organic Sacrifice
02 USA LSD BNB HIV
03 Rigid Soul
04 Skull Drawing Rose
05 Social Media Girl
06 Transgenic
07 Social Media Boy
08 Hashtag Love
09 The Death of Beauty


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