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"Ein sehr stimmiges Werk"


Artist: Novelists
Genre: Metalcore
Label: Arising Empire
VÖ: 08.09.2017
Geschrieben von Scully
Ausgabe November 2017

 

 

 

 

 

„Novelists“ ist eine fünfköpfige Band aus Paris, die schon viele Erfahrungen im Musikbusiness gesammelt hat, bevor sie sich 2013 zusammenfanden, denn man entschied sich schon direkt zu Beginn, zunächst auf die Selbstvermarktung zu setzen. Bis zum Frühjahr 2014 brachte man so immerhin sechs Singles unter das Volk, bevor man Ende 2015 das vielbeachtete erste Studioalbum „Souvenirs“ präsentierte.

 

 

Musikalisch exakt lassen sich „Novelists“ nur schwer einordnen. Irgendetwas zwischen Metalcore, Modern Progressiv, Djentcore, ein ständiger Wechsel von melancholisch zu aggressiv, der Gesang mal melodisch und glasklar und dann wieder brachial.

 


Der Einstieg in „Noir“ ist dann doch eher etwas unerwartet und völlig untypisch für eine Band dieser Genres. Wo Metalbands normalerweise ein Feuerwerk ihres Könnens entzünden, wird man hier von balladesken Klängen eingelullt. Was nicht schlecht ist! Nur eben unerwartet. Bei „Monochrome“ kommt man sogar in den Genuss eines Saxophonsolos - Franzosen scheinen dafür ein gewisses Faible zu haben. „Under Different Welkins“ lässt die Dämme langsam brechen und erfüllt schon eher wieder die Erwartungen, die man im Vorfeld hat.

 


„Les Nuits Noir“ läutet das zweite Kapitel dieses in vier Passagen eingeteilte Album ein und ist für mich eine klare Anspielempfehlung. Brachial, energiegeladen, düster. Und Matteo Gelsomino zeigt hier nun endlich seine komplette Bandbreite: Klargesang und Growl wechseln sich perfekt aufeinander abgestimmt ab. Mit dieser Härte und Gradlinigkeit gesellen sich „Grey Souls“ und „A Bitter End“ dazu.

 


Der dritte Abschnitt des Albums fällt in die Kategorie „Crossover“. Zum einen wegen der Rap-Einlage bei „Stranger Self“, zum anderen wegen der Vermischung der beiden vorangegangenen Kapitel – mal aggressiv, mal melancholisch, eben auch irgendwie alles auf einmal.

 

Den vierten und letzten Akt nutzen die Pariser offensichtlich, um sich richtig auszutoben und zu experimentieren. Es wird noch mal so richtig aufgedreht und geschaut, was das Drumkit hergibt und welche Riffs möglich sind. Absolut abwechslungsreich was Rhythmus und Tempo angeht.

 


Trotz der Einteilung in verschiedene unterschiedliche Kapitel ist „Noir“ ein sehr stimmiges Werk und passt zu vielen Situationen und Stimmungen des Lebens. Ich bin mir sicher, dass wir noch einiges von den fünf Franzosen – die übrigens trotz der französischen Titel ausschließlich englische Texte haben – hören werden. Ein fester Bestandteil der Metalcore-Szene sind sie jedenfalls schon. Jetzt gilt es, sich zu etablieren.

 

 

 

 

 

 


Tracklist:
01 L’appel du vide
02 Monochrome
03 Under Different Welkins
04 Les nuits noires
05 Grey Souls
06 A Bitter End
07 Stranger Self
08 The Light, the Fire
09 Joie de vivre
10 Lead the Light
11 À travers le miroir
12 Heal the Wound

 

 

Tourdaten:
01.11.2017 Kiff, Aarau, Schweiz
02.11.2017 Feierwerk, München
04.11.2017 Circolo Svolta, Rozzano, Italien
05.11.2017 Explosiv, Graz, Österreich
06.11.2017 Z-Bau, Nürnberg
07.11.2017 007, Prag, Tschechien
08.11.2017 Cassiopeia, Berlin
09.11.2017 Metal Festival, Aalborg, Dänemark
10.11.2017 Relvover, Oslo, Norwegen
12.11.2017 Fängelset, Göteborg, Schweden
13.11.2017 Hafenklang, Hamburg
14.11.2017 Mephisto, Hannover
15.11.2017 Naumanns, Leipzig
16.11.2017 Kulttempel, Oberhausen

 

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