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„Herr Naghavi kann getrost noch länger an frischen Songs basteln, denn hier kommt Analogue-X“


Artist: Analogue-X
Genre: Electro Pop, SynthPop
Label: Echozone
Erschienen am: 25.09.2017
Geschrieben von Sonja
Ausgabe Juli 2018

 

 

 

Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich mit Course of Life das erste Mal von Analogue-X gehört habe und das auch lediglich, weil ich in der irrsinnigen Annahme war, es handle sich um was Neues von And One. Analogue-X das ist eine Electro Pop Band aus Deutschland. Genauer gesagt setzen sie sich aus René Mußbach (Gesang/Songwriting), Susie NLG (Gesang), ALexis Voice (Komponist, Synths) und Clarke Gahan (Synthies & Drum Machines) zusammen. Kein Wunder, dass sie einem im flüchtigen Hören also an And One bzw. an Depeche Mode erinnern. Ihre musikalischen Einflüsse können Analogue-X nicht leugnen und wollen sie wohl auch gar nicht erst.

 

Und so begibt man sich angefangen mit „Another Time“ auf eine knapp einstündige, nostalgische Reise durch die Synth-Welten der 80iger und 90iger Jahre.  Gerade die ruhigen Stücke „Dark Shadow“ und „Living together“ ehen unter die Haut. Réne Mußbachs beweist mit seinem dunklen Timbre immer wieder Gänsehautpotential. Er reicht stimmlich zwar (noch) nicht so ganz an Naghavi und Gahan heran, dafür hat er mit Susie NLG eine nette Gesangspartnerin in der Seite, die dem ganzen noch einen besonderen Seitenton gibt. Anfangs ist sie noch eher verhalten im Hintergrund zu hören aber spätestens ab „The Last Word“ bekommt man die Dame deutlicher zu hören.

 

Neben ruhigen Tracks gibt es aber auch etliches tanzverdächtige auf „Course of Life“ zu finden. Allzu wilde Rhythmen darf man jedoch nicht erwarten aber „Just an Illusion“ oder auch „The Pain“ laden schon zum gediegenen Schwofen. Da man sich nicht zu sehr dabei verausgabt, kann man die 15 Songs in Endlosschleife laufen lassen, sich genüsslich auf ein Gespräch mit Freunden zurücklehnen, kurz die Tanzfläche stürmen, um dann den Rest der Nacht dem Flow dieser Scheibe zu folgen. Allenfalls bei „Never Alone“ könnte man so ein wenig ins Schwitzen geraten.

 


Fazit: Egal ob man bei „Course of Life“ tatsächlich so etliche bekannte Bands wie Depeche Mode, And One, Kraftwerk, Camouflage etc. heraushört, die Scheibe ist einfach klasse. 15 Tracks wirken erstmal erschlagend, ist man doch inzwischen höchstens mal 10 Tracks gewohnt. Somit verwöhnen Analogue-X schon mal ihre Hörerschar mit einer ganzen Flut von frischen Songs und das auch noch für kleines Geld im eigenen Bandcamp. Wer sie bislang noch nicht gehört hat kann sich die Tracks vorab in Snippet-Form schon mal anhören oder einfach direkt die Scheibe kaufen. Wer auf gut gemachten SynthPop mit einem Hauch Nostalgie steht, wird definitv nicht enttäuscht werden. Analogue-X sollte man künftig auf dem Schirm haben.

 

Anspieltipps: „Lost in Heaven“ und „Leave it in the Dome“ oder doch eher das düster-flotte „My Kingdom“, die Auswahl eines bestimmten Tracks fällt bei der Fülle guter Songs definitiv schwer

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Trackliste:
1. Another Time
2. Dark Shadow
3. Just an Illusion
4. Leave it in the Dome
5. Living together
6. Lost in Heaven
7. My Kingdom
8. Power Games
9. Rising in the Dark
10. The Last Word
11. The Pain
12. The Way of Life
13. Trip of your Heart
14. Angel Heart
15. Never Alone

 

 

 

Analogue-X im Web:

https://www.facebook.com/AnalogueXbandpage/
https://twitter.com/Analogue_x_band
https://soundcloud.com/analogue-x
https://analogue-x.bandcamp.com/album/course-of-life

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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